Wir waren diesmal bis kurz vor der Abreise unentschlossen. Machen wir eine Deutschlandtour oder fahren wir in den Süden ans Meer? Italien oder Frankreich? Letztendlich haben wir uns für die Auvergne entschieden, weil wir schon bei unseren früheren Reisen des öfteren das Zentralmassiv durchquerten und uns immer wieder sagten "Diese tolle Gegend wollen wir uns einmal genauer anschauen". Gesagt - getan. Es war eine tolle Wohnmobiltour durch die Auvergne. Ob Wandern, Spazierengehen, Fahrradfahren, Besichtigen oder einfach Urlaub machen - es ist alles möglich. Für Urlaub mit dem Wohnmobil genial, weil Stellplätze mit und ohne VE und auch sonstige freie Stellmöglichkeiten ohne das man jemand stört ausreichend vorhanden. Ebenso hat es sehr viele Camping Municipal, die um die Pfingstzeit sehr günstige Tarife anbieten.
Als Kartenmaterial hatten wir einen Michelin-Atlas im Maßstab 1:200 000. Empfehlenswert ist auch das ADAC-Tourset (Nur für ADAC-Mitglieder) Einfache gute Übersichtskarten und eine Menge Informationen rund um die Urlaubsregion. Desweiteren hatten wir noch einen Reiseführer - Auvergne Tarn und Cevennen - von Dumont und natürlich unser TomTom-Navi (Unser Kathrinchen). Wer noch mehr Informationsmaterial benötigt kann sich das im Office Turisme besorgen. Fast jede größere Gemeinde in der Auvergne hat ein solches.
Sonntag 12.6.2011
Lichtenwald – Obernai 245 km
Bei strahlendem Sonnenschein fuhren Siggi und ich in den Pfingsturlaub. Unsere Mädels sind wegen Arbeit und Lernen „unabkömmlich“. Unsere Fahrt sollte uns so schnell wie möglich nach Frankreich führen, denn dort wollten wir billig tanken. Doch leider hatten wir am heutigen Pfingstsonntag Pech und blieben nach sehr langer Suche nur 2ct. unter deutschem Preis. Danach parkten wir unser Womo in Plobsheim und luden die Fahrräder ab. Es ging am Rhein-Kanal entlang Richtung Basel. Wir kamen sehr schnell auf der geteerten Piste voran und in Rhinau nahmen wir die Fähre, um auf die deutsche Seite zu kommen. Von dort aus fuhren wir am Rhein entlang hoch, bis wir am Wehr in Gerstheim waren. Hier radelten wir wieder auf der französischen Seite. Als wir am Womo zurück waren, hatten wir 53,3 km auf dem Tacho. In Obernai auf dem Wohnmobilstellplatz fanden wir unseren Schlafplatz und nach dem Essen spazierten wir noch ein wenig im Ort umher. Uns gefielen die Fachwerkhäuser sehr gut und es war angenehm mild bis 21.00Uhr.
Am Radweg entlang des Rhein-Kanals kann man auch als ungeübter Radfahrer fahren.
Montag 13.6.2011
Obernai – Freiburg 129 km
Nachts hatte es leicht geregnet, aber zum Baguette holen, war es wieder trocken. Nach dem Frühstück holten wir das erste Geburtstagsgeschenk für Sina und dann machten wir uns auf den Weg Richtung Selestat. Hier kann man sehr gut und gratis parken. Die Stadt war wie leergefegt, kaum ein Restaurant hatte offen, dabei war doch Feiertag. Als es dann auch noch anfing zu regnen, machten wir uns auf den Weg nach Colmar. Hier hatte es uns schon beim letzten Mal sehr gut gefallen. Die wunderschönen Fachwerkhäuser und Klein-Venedig beeindruckten uns sehr. Am Womo machten wir noch Mittagspause und anschließend gab Siggi noch einer schwäbischen Familie Starthilfe. Nun steuerten wir Freiburg an, wo wir auch den zentrumsnahen Stellplatz schnell fanden. Mit dem Fahrrad ging´s noch in die Innenstadt, wo wir uns Döner und Eis schmecken ließen.
Wunderschöne restaurierte Fachwerkhäuser in Colmar.
Colmar wird nicht umsonst Klein-Venedig genannt
Dienstag 14.6.2011
Freiburg
Heute Morgen holte ich Brötchen beim Bäcker in der Nähe, dann frühstückten wir gemütlich. Recht früh radelten wir in die Stadt, wo Siggi eine neue Kamera kaufte, da die von Sina geliehene Kamera immer wieder überbelichtete Bilder machte. Außerdem mussten wir uns noch mit Buch – Material für die Auvergne eindecken. Das Wetter war viel besser, als gedacht, so dass wir noch einen Tag in Freiburg dranhängten. Den Nachmittag verbrachten wir außen sitzend am Womo. Abends grillten wir und wir konnten bis 22.00 Uhr draußen sitzen.
Vor dem Wohnmobil bei 1 -2 Gläschen Wein verbrachten wir einen gemütlichen Abend.
Mittwoch 15.6.2011
Freiburg – Vichy 496 km
Nach dem Frühstück fuhren wir gegen 9.00 Uhr vom Freiburger Stellplatz los. Das Wetter war wieder sehr gut, so dass wir mit einer heißen Fahrt rechneten. Doch im Fahrerhaus ging es, wenn wir die Fenster immer wieder öffneten. Wir kamen sehr gut voran und in Lapalisse beschlossen wir, doch noch weiter bis Vichy zu fahren. Hier fanden wir einen sehr schönen Stellplatz direkt am Allier mit Dusche WC, Ver- und Entsorgung, sogar Strom war inbegriffen. Siggi machte die Fahrräder herunter und bemerkte, dass er beide Imbusse auf dem Fahrradträger liegen lassen hatte, einer war tatsächlich nach fast 500 km noch da. Mit dem Rad ging´s auf erste Sightseeing Tour in Vichy. Die Thermalbäder sind hier richtig edel, aber auch teuer. Bis zum späten Abend war es sehr heiß, so um die 26°C.
Die wunderschöne Oper von Vichy
Donnerstag 16.6.2011
Vichy – Ebroil 43km
Über Nacht hatte es angefangen zu regnen und damit auch abzukühlen. Nach dem Frühstück war es trocken und wir fuhren mit dem Fahrrad nach Vichy. Beim ersten Anlauf klappte es nicht, da ein kleiner Auvergner Regenschauer über uns kam. Doch beim 2. Versuch klappte es und wir sahen uns die Markthalle und das Shopping Center an. Als wir zurück zu den Rädern gingen, fing es wieder an zu regnen. Wir standen ein Weilchen unter, dann ging´s zurück ans Womo. Das Wetter wurde nicht wirklich besser, so starteten wir in Lidl und Leclerc unsere Einkaufstour. Weiter ging´s nach Charroux, ein romantisches mittelalterliches Städtchen nördlich von Gannat. Hier kann man wunderbare Marmelade probieren und natürlich auch kaufen. Ebenso gibt es einen berühmten Senfladen. In Ebroil am Fußballplatz fanden wir unseren Schlafplatz.
Charroux, ein romantisches mittelalterliches Städtchen nördlich von Gannat.
Freitag 17.6.2011
Ebroil – Orcines 126km
Nach einer absolut ruhigen Nacht starteten wir in die Gorges de la Sioule. Hier kann man im Sommer mit dem Kanu durch die Schlucht paddeln. Als nächstes erreichten wir in St. Remy de Blot einen prima Stellplatz mit Entsorgung, und Siggi hatte ein Dejavu. Das Chateau de Rocher oberhalb der Sioule hatten wir wohl schon vor ein paar Jahren mit unseren Mädels besucht. Dasselbe Gerüst zur Renovierung stand immer noch bereit. Am Picknickplatz gibt es Wasser zum Nachfüllen des leeren Tanks. Anschließend fuhren wir weiter nach Meandre de Queuille, wo man vom Picknickplatz aus einen unvergesslichen Blick auf die gestaute Sioule hat, die in großen Schwüngen grüne Halbinseln umfängt. Weiter ging´s zum Viaduc des Fades, der höchsten Eisenbahnbrücke Frankreichs. Von der 235m langen Staumauer Barrage de Besserve hat man den besten Blick auf diese Brücke. Absolut das höchste des heutigen Tages war eine Wanderung auf den Puy de Dome. Auf der Passhöhe Col de Ceysat (1078m) stellten wir unser Womo ab, um dann 400 Höhenmeter zum Gipfel des Puy de Domes zu wandern. Auch hier schreckte uns ein kleiner auvergnischer Regen nicht ab, unsere Wanderung vorzeitig zu beenden. Am Gipfel wehte ein rauer Wind und die dunklen Wolken wechselten sich schnell mit hellen ab. Nach 2,5 Stunden waren wir wieder zurück am Womo und in Orcines fanden wir einen schönen Parkplatz, wo schon einige andere Womos ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten.
Ein toller Ausblick auf die gestaute Sioule vom Picknickplatz in Meandre de Queuille
Viaduc des Fades, die höchste Eisenbahnbrücke Frankreichs.
Samstag 18.6.2011
Orcines – Aydat 128km
Nach sehr windiger und regnerischer Nacht war unser erster Weg zur Entsorgungsstation nach Orcines. Danach wollten wir uns das Schloss von Cordes anschauen. Leider hat es erst ab Morgen geöffnet und so konnten wir nur die prächtige Allee zum Schloss bestaunen. Weiter ging´s nach Orcival, wo eine wunderbare romanische Basilika steht. Unsere Schweizer Nachbarn aus Vichy haben wir dort wieder gesehen. Leider kam schon der nächste auvergnische Regen über uns und außerdem hatte der Blinker schon wieder ein Kontaktproblem. So warteten wir ab, bis wir trocken die Reparatur vornehmen konnten. Eigentlich wollten wir jetzt einkaufen, aber so einfach war das nicht. Erst in Le Mont Dore wurden wir bei einem Leader Price fündig. Das Wetter wurde nicht besser, so machten wir Mittagspause. Die ersten Sonnenstrahlen sahen wir am Lac de Guery und an den beiden Wächtern Roches Tuiliere und Roches Sanadoire am Eingang des durch Eisgletscher entstandenen Tales. Anschließend wollten wir das Chateau de Murol besichtigen. Doch für 6,30€ pro Person, schauten wir sie lieber nur von außen an. Als wir von Murol wegfuhren, regnete es stark, aber auch die Sonne kam hervor, so dass über der Burg ein wunderschöner Regenbogen entstand. Unsere Fahrt führte uns nun nach St. Nectaire, wo wir zur einzigartigen romanischen Kirche aufstiegen. In der Kirche war ein Chor- Konzert, das wir uns eine Weile anhörten. Auf der Suche nach einem Schlafplatz kamen wir durch die Gorges de Monne. Erst in Aydat am Stellplatz wurden wir fündig. Doch leider schafften wir es trotz Hilfe eines netten Franzosen nicht hinein, da unsere Kreditkarte nicht angenommen wurde, oder wird nur 3x abgebucht????
Roches Tuiliere und Roches Sanadoire am Eingang des durch Eisgletscher entstandenen Tales.
Prioratskirche Saint-Nectaire
Sonntag 19.6.2011
Aydat – Parkplatz am Fuße des Puy de la Vache 46km
Nach dem Frühstück versorgten wir unser Womo. Hier konnte man sehr gut auch Wasser nachfüllen. Das Wetter war wieder nicht sehr gut, so spazierten wir eine Stunde am See von Aydat entlang. Dann fuhren wir über die Montagne de la Serra nach St. Saturnin. Hier gibt´s genügend Parkmöglichkeiten um die kleine romanische Kirche zu bestaunen. Auch das Schloss, das jetzt ein Hotel ist lohnt sich wirklich. An der Bäckerei am Ort haben wir dann frisches Brot für die Mittagspause gekauft. Langsam besserte sich das Wetter und wir beschlossen doch noch an die Puys zu fahren. Wir starteten unsere Vulkanbesteigung am Parkplatz am Puy de la Vache. Etwas schwierig sind dort die Wegbeschreibungen auf die Vulkane. Die meiste Zeit geht es durch den Wald, erst oben läuft man auf den roten Lavaströmen am Rande des Kraters entlang. Am Wegesrand gab es sehr viele Walderdbeeren, die wir für unseren Nachtisch sammelten. Nach knapp 3 Std. hatten wir die Puy de la Vache und den Puy Lassolas bestiegen und umrundet . Im Womo gab´s dann noch Abendessen und wir beschlossen, dass dieser Parkplatz und Schlafplatz wird.
Blick vom Gipfel des Puy Lassolas auf den Puy de la Vache.
Montag 20.6.2011
Puy de la Vache - Puy de Sancy 37km
Da wir heute Morgen bei gutem Wetter aufwachten, war klar, dass wir wandern werden. In Le Mont Dore kauften wir Brot und frischen Käse, dann fuhren wir hoch auf den wunderschönen Womo Stellplatz am Fuße des Puy de Sancy. Wir packten alles zusammen und los ging unsere Wanderung auf den Puy de Sancy. Die Skiabfahrt ist zwar steil, aber es geht prima zum Aufsteigen. An der Bergstation wurde es sehr voll, denn viele Touristen fahren mit der Bergbahn hoch, gerade an so einem wolkenlosen Tag, den wir erwischt hatten. Von dort auf den Gipfel sind Holzbretterstufen, damit man auch mit Pfennigabsätzen auf den Gipfel kommt. Das hat uns nicht so gut gefallen, aber der allgemeine Tourist will das wahrscheinlich so. Siggi sah dann auf einem Felsvorsprung ein Murmeltier. Den Rückweg machten wir über das Val de Courre. Herrliche Wege durch saftige Wiesen, ab und zu ein paar Kühe und ein liebliches Bächlein, wo wir unsere Füße erfrischten. Am Womo angekommen, war es immer noch so warm, dass wir unseren Tisch rausstellten und die wärmende Sonne genossen.
Der Puy de Sancy in einem fast unnatürlich wirkenden Grün.
Blick auf die Bergstation des Puy de Sancy. Im Hintergrund die Stadt Le Mont Dore
Dienstag 21.6.2011
Puy de Sancy - Col du Serre 107km
Das Wetter war heute nicht so überragend, so gingen wir als erstes in Riom de Montagne zum Einkaufen, Tanken (Siggi riss beinahe das Kassenhäuschen der Tankstelle ab) und Entsorgen. Eigentlich wollten wir dann um den fast kreisrunden Kratersee Lac Pavin herumgehen, doch da fing es schon wieder an zu schütten. Weiter ging´s zum Puy Mary. Dort mussten wir aber die Fahrt unterbrechen, denn Womo´s dürfen zwischen 12.15 Uhr und 24.00 Uhr nicht auf den Pass hoch fahren. Also parkten wir am Col de Serre und packten unseren Rucksack. Das Wetter war jetzt sehr gut und wir begannen den Aufstieg zum Puy Mary. Den ersten Teil kann man auf einem netten Wanderweg gehen, dann geht´s der Straße nach, was nicht so toll war. Ab dem Pass gehen dann die obligatorischen Holztreppen zum Gipfel. Wir wurden von verschiedenen Mücken und Fliegenschwärmen beinahe aufgefressen. Oben am Gipfel beschlossen wir über die Breche du Rolland abzusteigen. Hier waren wir dann ganz alleine unterwegs. Richtig schöne Wanderwege bis zur Breche, aber ab hier mussten wir sehr steil hinunter klettern. Durch ein sehr schmales und nicht sehr oft gegangenes Wegchen ging´s dann bis zur Straße zurück. Kaum waren wir am Womo zurück, brach ein heftiger Schauer über uns herein. Neben einem deutschen Schäferkarren verbrachten wir die Nacht.
Der Puy Mary ist der zweithöchste Gipfel der Monts du Cantal im Zentralmassiv.
Der weg vom Gipfel des Puy Mary zur Breche de Rolland
Mittwoch 22.6.2011
Col du Serre - Thiezac 100km
Nach dem Frühstück starteten wir auf die jetzt offene Passstraße Richtung Salers. Die Straße ist wirklich eng und wir können es sehr gut verstehen, dass die Straße für Busse, LKW´s und Womo´s zeitweilig gesperrt werden muss. Viele Radfahrer kämpften sich den Pass hoch auf dem Weg nach Puy Mary. In Salers parkten wir ein und begannen zu Fuß unsere Erkundigungen in einem der 11 schönsten Städtchen Frankreichs. Fast alle Häuser sind über 400 Jahre alt und aus dem schwarzen Lavastein der Auvergne gebaut. Sehr viele Andenken Läden bieten Käse, Wurst, Backspezialitäten oder Wanderbedarf an. Wir deckten uns mit Käse und auvergnatischer Wurst ein. In Naucelles machten wir Mittagspause und nebenher luden wir unsere technischen Geräte an einer Entsorgungsstation auf. In Aurillac kauften wir ein, denn bei diesem Wetter konnte man nicht wirklich viel unternehmen. In Thiezac fanden wir hinter dem Rathaus unseren Schlafplatz.
Die Häuser in Salers sind mit dem schwarzen Lavastein der Auvergne gebaut.
Donnerstag 23.6.2011
Thiezac – Briaud 144km
Heute Morgen wurden wir tatsächlich von Sonnenstrahlen geweckt. An unserem Übernachtungsplatz gab es unzählige Walderdbeeren und ich begann für unseren Nachtisch zu sammeln. Sehr schnell war die Schüssel voll und Siggi war auch schon mit entsorgen fertig, so fuhren wir los. Kurz nach Murat kamen wir an einer aus dem 11. Jahrhundert stammenden Kirche vorbei. Die Straße hoch ist wirklich sehr eng und eigentlich gar nicht für Womo´s geeignet. In St. Flour waren wir genau zur Mittagszeit, so dass fast alle Läden zu hatten. Wir spazierten durch die schmalen Gassen, doch es war überhaupt nichts los. Dann nach dem Mittagessen war es besser. In der Tourist-Information holten wir uns einen Stadtplan und Poster von der Tour de France. Anschließend fuhren wir zur von Gustave Eiffel gebauten Brücke Viaduc de Garabit. Dieses Bauwerk ist sehr beeindruckend mit seinen roten Eisenträgern. Zurück in St. Flour beschlossen wir noch weiter Richtung Le Puy en Velay zu fahren. In Briaud fanden wir nahe am Stadtzentrum einen schönen Stellplatz.
Die von Gustave Eiffel gebaute Brücke "Viaduc de Garabit".
Freitag 24.6.2011
Briaud – Brives Charensac 96km
Siggi holte frisches Baguette und wir frühstückten ausgedehnt. Es war wieder bewölkt, aber nicht so kalt, so starteten wir ins Städtchen. Die Kirche von Basilika St. Julien gilt als die originellste der Auvergne. Der Stilmix des Bauwerkes macht seinen speziellen Reiz aus. Allerdings haben uns die neuen Glasfenster nicht so sehr gefallen. Wir schlenderten noch durch ein paar Gässchen bis es 12.00 Uhr war und die ganze Auvergne in den Mittagschlaf versinkt. So machten wir halt unser Womo fertig, damit weiter Richtung Le Puy En Velay fahren konnten. Dort gestaltete sich die Parkplatzsuche als sehr schwierig, denn es gibt keinen für Womo´s ausgewiesenen Platz. Endlich wurden wir fündig und die Besichtigung konnte losgehen. Wir begannen am St. Michel dÁiguilhe, einem 80m hohen Basaltkegel auf dem oben eine kleine Kirche steht. Diese Kirche ist so dem Felsen angepasst, dass man sich wundert, wie diese Kirche gebaut werden konnte. Anschließend besuchten wir die wunderschöne Kathedrale und den Kreuzgang. Zum Schluss stiegen wir auf den Rocher Corneille, wo die Notre-Dame-de-France thront. Eine rötliche 22,7m hohe und 110t schwere Marienstatue, die das Jesuskind in den Händen hält. Sogar in der Statue sind Stufen angebracht, so dass man bis zum Hals der Madonna steigen kann. Wir gingen zum Womo zurück und fuhren auf den Camping Platz Brives Charansac.
Die Kirche von Basilika St. Julien gilt als die originellste der Auvergne.
Die St. Michel dÁiguilhe auf einem 80m hohen Basaltkegel
Samstag 25.6.2011
Brives Charansac – Parc des Oiseaux 198km
Als wir heute Morgen aufwachten, strahlte die Sonne und es war kein Wölkchen am Himmel. Wir machten uns fertig und fuhren nach Le Puy auf den Markt. Sehr viele Obst- und Gemüsestände, Fleisch und Käse und daneben auch Hühner, Hasen, Meerschweinchen oder Tauben wurden zum Verkauf angeboten. Dazwischen ein paar Frauen, die einfach das anboten, was sie gerade im Garten haben, ein paar Blumen, eine Schale Himbeeren, eine Schale Erdbeeren, zehn Eier, ein Schälchen Pfifferlinge und 2 junge Hasen. Wir kauften einen Bergkäse, frisches Gemüse und Brot ein. Dann fuhren wir weiter und in Voray machten wir auf einem wunderschönen Womo Platz Pause. Wir saßen im Schatten und genossen die Wärme. Anschließend ging´s weiter, wir sahen die französischen Alpen und kurz vor dem Stellplatz im Parc des Oiseaux kauften wir noch ein paar Sachen im Carrefour. Auf dem Stellplatz standen etwa 70 – 80 Womo´s! Das ist wohl kein absoluter Geheimtipp mehr. Bis 21.00 Uhr konnten wir in der Sonne sitzen.
Stellplatz im Parc des Oiseaux
Sonntag 26.6.2011
Parc de Oiseaux - Thann 340 Km
Wir fuhren recht früh vom Vogelpark ab, denn wir wollten bis Baumes les Dames kommen um dort noch Fahrrad zu fahren. Das Wetter war wieder sehr gut und wir freuten uns aus radfahren. Doch in Baumes gab´s auf dem Stellplatz keinen Platz mehr, so dass wir enttäuscht am Doubs entlang nach einem Parkplatz suchen wollten. Doch an einem Sonntag Nachmittag im Sommer ist jeder Parkplatz am Wasser von den Franzosen belegt. Wir fuhren bis Thann, wo auf dem eigentlichen Stellplatz alles voll war, aber wir parkten einfach daneben. Am Abend gingen wir noch in das Städtchen hinein und bestaunten das schöne Theobaldus Münster. Es war ziemlich warm im Womo und wir konnten erst spät einschlafen.
Montag 27.6.2011
Thann – Kembs 41 Km
Recht früh starteten wir, denn auf dem Parkplatz ging´s richtig ab. Siggi holte frisches Baguette und anschließend kauften wir noch die letzten Frankreich Lebensmittel im großen Leclerc von Cernay. In Kembs hatte Siggi einen Parkplatz ausgemacht, der richtig schön ist. Wir parkten ein und luden die Räder ab, denn es sollte nach Basel geradelt werden. Die Temperaturen wurden richtig heftig, über 30°C zeigte das Thermometer schon bei der Abfahrt. In Basel badeten die Menschen im Rhein und auch wir wollten am Rhein verweilen. Den Mittags- Döner kauften wir aber in Weil am Rhein bei einem Türken mit Terrasse. Wir füllten unseren Magen und brachen dann zu unserem Rückweg an. Es wurde immer heißer und schwüler. Uns erwartete ein sehr heißes Womo, wo es niemand aushalten konnte. So war es sehr schön, dass direkt am Parkplatz ein Picknicktisch und Bänke dabei waren. Wir aßen draußen und konnten bis 23.00 Uhr die Wärme genießen. Drinnen wurde es kaum kühler und so schliefen wir sehr spät ein.
Ein wunderschöner Picknickplatz in Kembs direkt am Rhein-Kanal.
Dienstag 28.6.2011
Kembs – Emmendingen 92 Km
Nach sehr heißer und lauter Nacht (Zug, Autobahn) frühstückten wir und fuhren Richtung Emmendingen. Hier fanden wir den Stellplatz direkt am Freibad und wir stellten unser Womo in den Schatten. Dann packten wir die Badesachen ein, denn ein weiterer heißer Tag sollte es werden. Wir suchten uns im Emmendinger Freibad einen schattigen Platz und gingen schwimmen. Mit lesen und faulenzen verbrachten wir unseren letzten Urlaubstag, denn Morgen wollten wir wieder heim fahren. Unser Womo erwartete uns wieder sehr heiß und heute sollte die Tamperatur sogar um 23.00 Uhr einige Grade höher sein als gestern. Man konnte wirklich nicht schlafen und so saß Siggi bis fast 0.00 vor dem Auto.
Siggi beim Frühstück am Picknickplatz in Kembs
Mittwoch 29.06.2011
Emmendingen – Lichtenwald 222 Km
Nach einem gemütlichen Frühstück im WOMO machten wir uns auf den Heimweg nach Lichtenwald.

